Fotobox für die Hochzeit: Kosten, Varianten und Tipps
Fotobox Hochzeit mieten: was sie 2026 kostet, ob Box, Spiegel oder 360°, was im Paket steckt, wie viel Platz und Strom sie braucht und das Gästebuch.
Das Eventadore-Team11 Min. LesezeitAktualisiert am 26. Oktober 2026

Eine Fotobox für die Hochzeit kostet in Deutschland 2026 meist zwischen 300 und 600 € für einen Abend mit Druckflatrate, Lieferung und Aufbau; eine Box zum Selbstabholen gibt es ab etwa 150 €, ein Fotospiegel oder eine 360°-Videobox mit Betreuung liegt eher bei 500 bis 1.200 €. Den Preis bewegen vor allem die Laufzeit, die Drucke, die Betreuung vor Ort, die Anfahrt und der Tag: Ein Samstag im Juni kostet mehr als ein Freitag im März.
Hier steht, welche Variante zu eurer Hochzeit passt, was in einem fairen Angebot steckt und was ihr mit der Location klärt, bevor die Box kommt.
Was kostet eine Fotobox für die Hochzeit?
Als grobe Richtwerte für 2026, für eine Hochzeit am Wochenende:
- Selbstbedienung zum Abholen, oft als Tages- oder Wochenendmiete, mit wenigen oder ohne Drucke: 150 bis 300 €.
- Klassische Fotobox mit Druckflatrate, Lieferung, Auf- und Abbau, Requisiten und Online-Galerie, 4 bis 6 Stunden: 300 bis 600 €.
- Mit Betreuer vor Ort, größeren Drucken, eigenem Hintergrund oder Gästebuch-Service: 500 bis 800 €.
- Fotospiegel (Magic Mirror) mit Druck: 350 bis 900 €, je nach Laufzeit und Betreuung.
- 360°-Videobox mit Betreuer: 400 bis 900 € für 3 bis 4 Stunden, für 6 bis 8 Stunden auch 1.000 bis 1.200 €.
- Extras: jede weitere Stunde meist 50 bis 100 €, ein Betreuer 150 bis 300 €, die Anfahrt pauschal 50 bis 150 € oder 0,50 bis 1 € pro Kilometer, Drucke ohne Flatrate 0,50 bis 1,50 € pro Stück.
Teurer wird es an Samstagen von Mai bis September, in großen Städten und mit jeder Stunde, in der jemand vom Verleih vor Ort ist. Günstiger sind Donnerstage, Sonntage und die Monate Januar bis März. Wie die Fotobox in euer Gesamtbudget passt, zeigt unser Überblick, was eine Hochzeit in Deutschland kostet.
Fotobox, Spiegel oder 360°: die Varianten im Überblick
Hinter dem Wort Fotobox stecken heute vier recht verschiedene Geräte. Welches passt, hängt davon ab, ob eure Gäste etwas in der Hand halten sollen und wie viel Platz ihr habt.
Klassische Fotobox mit Sofortdruck
Eine Kamera — meist eine Spiegelreflex- oder Systemkamera, bei günstigen Boxen ein Tablet — mit Bildschirm, Licht und Auslöser. Ein Countdown läuft, und nach wenigen Sekunden kommt der Abzug aus dem Drucker: 10 × 15 cm oder als Fotostreifen 5 × 15 cm mit mehreren Bildern, sofort trocken und wischfest. Diese Variante braucht am wenigsten Platz und lässt sich am einfachsten selbst bedienen.
Fotospiegel (Magic Mirror)
Ein mannshoher Spiegel mit Touchscreen und einer Kamera dahinter. Er lockt die Gäste mit Animationen, zeigt den Countdown im Glas, und auf dem Bild lässt sich vor dem Druck unterschreiben. Weil die Kamera weiter weg ist, passen ganze Gruppen und ganze Outfits aufs Bild. Ein Spiegel braucht mehr Höhe und Tiefe als eine Box und kommt oft mit Betreuung.
360°-Videobox
Die Gäste stehen auf einer runden Plattform, ein Arm mit Kamera fährt um sie herum, und heraus kommt ein kurzes Video, oft in Zeitlupe und mit Musik. Statt eines Abzugs gibt es einen QR-Code zum Herunterladen. Die Plattform braucht rund 3 × 3 Meter, und weil Menschen auf einer beweglichen Fläche stehen, ist fast immer jemand vom Verleih dabei. Abgerechnet wird meist nach Stunden, oft mit drei oder vier Stunden Minimum.
GIF, Boomerang und Video-Grüße
Viele digitale Fotoboxen machen auch kurze GIFs, Boomerangs (ein Clip, der vor- und zurückläuft) oder Videobotschaften der Gäste an euch. Das kostet oft nichts extra oder 30 bis 80 €. Die Clips kommen per QR-Code, per E-Mail oder in die Online-Galerie, nicht aus dem Drucker.
Was im Fotobox-Paket stecken sollte
Ein gutes Angebot zeigt, wofür ihr bezahlt. Diese Posten solltet ihr darin finden — oder ausdrücklich ausgeschlossen sehen:
- Laufzeit: wie viele Stunden die Box läuft, ab wann gezählt wird und was jede weitere Stunde kostet.
- Drucke: Flatrate oder feste Zahl, Format, und ob jedes Bild zweimal gedruckt werden kann. Eine Papierrolle reicht bei vielen Fotobox-Druckern für etwa 400 Abzüge 10 × 15 oder doppelt so viele Streifen — fragt nach einer Ersatzrolle.
- Layout: ein Rahmen auf jedem Bild mit euren Namen und dem Datum, passend zu euren Einladungen.
- Requisiten: Brillen, Hüte, Schilder mit Sprüchen. Lieber zwanzig gute als hundert, die nach Kindergeburtstag aussehen.
- Hintergrund: Stoff, Blumenwand, Pailletten oder Greenscreen. Eine schöne Ecke der Location ersetzt manchmal jeden Hintergrund.
- Digitale Bilder: Online-Galerie, Download-Link oder USB-Stick. Fragt, wie lange die Galerie online bleibt und ob sie ein Passwort hat. Teilen per QR-Code vor Ort braucht WLAN oder mobiles Netz.
- Lieferung, Auf- und Abbau: wer die Box bringt und wann sie abgeholt wird — bei einer Feier bis 3 Uhr oft erst am nächsten Morgen.
- Betreuung und Ersatz: ob jemand vor Ort ist, wie lange, und was passiert, wenn Kamera oder Drucker ausfällt.
- Mehrwertsteuer: Ist der Preis brutto? Kleinunternehmer nach § 19 UStG weisen keine Umsatzsteuer aus.
Bevor ihr Bilder aus der Fotobox öffentlich teilt, fragt die Menschen darauf; eine Galerie mit Passwort ist der einfachere Weg.
Rechenbeispiel: drei Angebote für 90 Gäste
Lena und Jonas heiraten an einem Samstag im Juni mit 90 Gästen in einer Scheune, 35 km vom nächsten Fotobox-Verleih entfernt. Die Box soll vom Ende des Dinners um 20 Uhr bis 2 Uhr laufen, und die beiden wünschen sich ein Gästebuch mit Drucken. So könnten drei Angebote aussehen:
- Selbstbedienung zum Abholen, Wochenendmiete, 200 Drucke inklusive, jeder weitere 0,50 €: 249 €. Bei rund 350 Drucken kommen 75 € dazu, also 324 € — und der Trauzeuge holt die Box ab, baut sie auf, legt Papier nach und bringt sie zurück.
- Klassische Fotobox, geliefert und aufgebaut, Druckflatrate, Layout mit Namen, Requisiten, Online-Galerie, 6 Stunden: 449 €, dazu 40 € Anfahrt und 35 € für ein Gästebuch-Album mit Doppeldruck, zusammen 524 €. Jede weitere Stunde kostet 60 €.
- Fotospiegel mit Betreuer, 5 Stunden, Druckflatrate, Gästebuch-Service, Anfahrt inklusive: 890 €; jede weitere Stunde 90 €.
Lena und Jonas nehmen das zweite Angebot. Das erste wäre nur günstiger, wenn jemand den ganzen Abend die Box im Blick behält; für den Spiegel ist neben ihrer Tanzfläche zu wenig Platz. Sie planen rund 590 € ein: die 524 € und 60 € für eine Stunde mehr, falls die Party länger geht.
Platz, Strom und der beste Standort
Klärt den Platz mit eurer Location, bevor ihr bucht. Als grobe Orientierung — euer Verleih kennt die genauen Maße:
- Klassische Fotobox: etwa 2 × 2 Meter für Box, Hintergrund und eine Gruppe davor, dazu ein kleiner Tisch für Drucker und Requisiten.
- Fotospiegel: etwas mehr Tiefe, damit die Gäste weit genug vom Spiegel stehen, und genug Deckenhöhe.
- 360°-Videobox: rund 3 × 3 Meter, mit freiem Raum um die Plattform.
- Strom: meist reicht eine normale 230-V-Steckdose in der Nähe; ein Kabel quer durch einen Gang braucht eine Abdeckung.
- Zugang: ebenerdig oder mit Aufzug. Auf- und Abbau dauern je nach Gerät 30 bis 60 Minuten.

Der beste Standort ist nah an der Party, aber nicht im Weg: in Sichtweite der Tanzfläche, nicht direkt vor den Lautsprechern und nicht im Durchgang zur Bar. Sprecht euch mit eurem DJ ab, denn beide brauchen Strom und Platz am Rand der Tanzfläche; mehr dazu im Artikel über den Hochzeits-DJ und seine Kosten. Draußen braucht die Box ein Dach und keine Sonne im Rücken der Gäste, denn Gegenlicht macht aus jedem Gesicht einen Schatten. Was ihr eure Location sonst noch fragt, steht in So findet ihr die richtige Hochzeitslocation.
Mit Betreuung oder Selbstbedienung?
Eine Fotobox zum Selbstbedienen funktioniert gut, wenn sie einfach ist: ein Knopf, ein Bildschirm, ein Drucker. Dann braucht ihr nur jemanden, der sie aufbaut, ab und zu nach dem Papier sieht und sie am Ende abbaut. Ein Betreuer lohnt sich:
- bei einem Fotospiegel oder einer 360°-Videobox, wo es um Technik und Sicherheit geht;
- bei vielen Gästen, wenn sich vor der Box Schlangen bilden;
- wenn ihr ein Gästebuch mit Drucken wollt, das jemand ordentlich führt;
- wenn eure Gäste eher zurückhaltend sind und jemand sie mit Requisiten anlockt.
Bei Selbstbedienung sollte die Box nicht an euch hängen bleiben. Legt vorher fest, wer sie aufbaut, wer Papier nachlegt, wer sie ausschaltet und wer sie am nächsten Tag zurückbringt, und klärt mit dem Verleih, was bei einem Schaden gilt.
Das Fotobox-Gästebuch: Erinnerungen zum Einkleben
Das schönste Extra einer Fotobox kostet wenig: Jedes Bild wird zweimal gedruckt, ein Abzug geht mit dem Gast nach Hause, der zweite kommt ins Gästebuch, mit ein paar Worten daneben. So gehört zu jedem Gruß ein Gesicht. Das braucht ihr dafür:
- Doppeldruck: Fragt, ob die Box jedes Bild zweimal drucken kann und ob das bei einer begrenzten Druckzahl doppelt zählt.
- Ein Album mit leeren Seiten für zwei Abzüge pro Seite. In 40 Seiten passen so 80 Bilder; leere Gästebücher gibt es ab etwa 15 bis 35 €.
- Klebeband oder Fotoecken und Stifte, die auf dem Papier halten — auf schwarzen Seiten weiße oder metallische.
- Ein kleines Schild: „Ein Bild für euch, eins für uns — klebt es ein und schreibt uns etwas dazu."
- Eine Person, die ab und zu nachsieht, oder ein Betreuer, der das Einkleben übernimmt.
Nicht jeder Gast geht in die Fotobox. Auf eurer kostenlosen Hochzeitswebsite bei Eventadore schicken euch eure Gäste auch ihre eigenen Fotos und Videos vom Tag, gesammelt an einem Ort.
So mietet ihr die richtige Fotobox für eure Hochzeit
- Erst Datum, Location und Gästezahl. Für einen Samstag von Mai bis September fragt 4 bis 6 Monate vorher an, für einen Fotospiegel oder eine 360°-Box gern früher.
- Klärt die Regeln der Location: Platz, Strom, Aufbauzeit und Abholung.
- Entscheidet, was eure Gäste mitnehmen sollen: einen Abzug, ein Video oder beides.
- Vergleicht ganze Abende, nicht Paketpreise.
- Seht euch echte Bilder an: Layouts, Licht und Drucke von Hochzeiten, nicht nur Produktfotos.
In der Suche nach Fotoboxen auf Eventadore steht jeder Anbieter. Mit eurem Datum und eurer Gästezahl zeigt jede Karte, was dieser Tag kostet, alles inklusive, auch die Anfahrt; ohne sie seht ihr eine Preisspanne. Fragen stellt ihr direkt vom Profil aus; Telefonnummern und Links bleiben verborgen, bis eine Buchung bezahlt ist.
Der Preis, den ihr beim Hinzufügen zu eurer Planung seht, ist festgehalten; der Verleih sagt nur noch, ob er frei ist. Beim Reservieren wird eine Buchungsgebühr auf eurer Karte vorgemerkt und erst abgebucht, wenn er zusagt; sie steckt schon im Preis und kommt nie obendrauf. Ist euer Tag mehr als zwei Wochen entfernt, antwortet er innerhalb von 72 Stunden, näher am Termin schneller. Im Checkout steht, mit wem ihr den Vertrag schließt — Name, Ort, Land, Unternehmen oder Privatperson —, und Anzahlung und Rest zahlt ihr direkt an ihn. Mehr dazu in So funktioniert das Bezahlen auf Eventadore.
Fragen an den Fotobox-Verleih
- Ist unser Datum frei, und kommt genau das Gerät von den Fotos?
- Wie viele Stunden und Drucke sind enthalten, und was kostet jede weitere Stunde?
- Könnt ihr jedes Bild doppelt drucken?
- Sind Lieferung, Aufbau und Anfahrt im Preis, und wann holt ihr die Box ab?
- Wie lange bleibt die Online-Galerie online, und wer kann sie sehen?
- Wie hoch ist die Anzahlung, und was gilt bei einer Absage?
Weitere Fragen für alle Gewerke stehen in den Fragen an Hochzeitsdienstleister.
Häufige Fragen zur Fotobox auf der Hochzeit
Lohnt sich eine Fotobox auf der Hochzeit?
Für die meisten Feiern ja: Sie beschäftigt Gäste, die nicht tanzen, bringt Gruppen zusammen und liefert Bilder, die ein Fotograf so nicht macht. Bei sehr kleinen Hochzeiten mit 20 oder 30 Gästen, die sich alle kennen, kann das Geld woanders mehr bewirken.
Wie lange sollte die Fotobox laufen?
Die meisten Bilder entstehen, wenn die Party läuft. Vom Ende des Dinners bis 1 oder 2 Uhr reichen meist 4 bis 6 Stunden. Wer die Box schon zum Sektempfang öffnet, braucht eher eine Tagespauschale; plant das mit einem Ablauf für den Hochzeitstag.
Brauchen wir eine Druckflatrate?
Wenn ihr Ausdrucke wollt, meist ja. Ohne Flatrate zahlt ihr jeden Abzug einzeln, und mit Doppeldruck fürs Gästebuch verdoppelt sich jede Zahl. Wollt ihr nur digitale Bilder, fragt, wie viel günstiger das Paket ohne Drucker ist.
Ersetzt eine Fotobox den Fotografen?
Nein. Die Fotobox macht die Bilder, die eure Gäste von sich selbst machen: lustig, gestellt, mit Requisiten. Die Trauung, die Reden und die Blicke fotografiert ein Fotograf; wie ihr den richtigen findet, steht in So wählt ihr euren Hochzeitsfotografen.
Kann die Fotobox draußen stehen?
Ja, unter einem Dach oder Zelt, auf ebenem Boden und mit Strom in der Nähe. Regen, Tau und Hitze vertragen Kamera und Drucker schlecht, und direkte Sonne hinter den Gästen macht dunkle Gesichter.
Wie früh sollten wir eine Fotobox buchen?
Sobald Datum und Location feststehen. Für einen Samstag von Mai bis September sind 4 bis 6 Monate ein guter Vorlauf, für einen Fotospiegel oder eine 360°-Videobox gern mehr. Für einen Freitag oder eine Winterhochzeit reichen oft wenige Wochen.



